CMD-Behandlung

CMD - systematisch zum gesunden Kiefergelenk

  1. Orientierende Funktionsdiagnostik, Basisfragebogen
  2. Erweiterte Funktionsdiagnostik, strukturierte Fragebögen
  3. Beratung, individuelle Schienentherapie
  4. Ausgleich der Kieferlage
  5. Nachsorge

In unserer Praxis hat sich ein stufenweises Vorgehen bei der Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Cranio-mandibulärer Dysfunktion (CMD ) oder unklaren lange andauernden Schmerzproblemen bewährt. Es orientiert sich an den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin und folgt nationalen sowie internationale Leitlinien zu Diagnostik und Therapie.

Wir nehmen uns Zeit für Sie.

  1. Eine orientierende Funktionsdiagnostik sowie die Besprechung eines Kurzfragebogens führt auf die Spur von CMD erkrankten Menschen. Anhand von zehn einfachen untersuchungsschritten kann innerhalb kurzer Zeit festgestellt werden, ob der Patient bereits erkrankt ist, ein Risiko für eine Erkrankung besteht oder ob die Symptomatik aller Wahrscheinlichkeit nach ohne Bedeutung für die Gesundheit des Patienten ist.
  2. Strukturierte Fragebögen zur Krankengeschichte, aktueller Schmerzsituation (Ganzkörperschema) und Stressbelastung ermöglichen die Bestimmung von Risikofaktoren und bereiten die weitere Behandlung vor. Zuhause und in Ruhe kann der Patient sich mit den relevanten Fragen zur Krankengeschichte auseinandersetzen und sich auf das ärztliche Gespräch vorbereiten.
  3. Große Funktionsdiagnostik: Hierbei wird der Zustand des Kiefersystems, aller seiner Komponenten und seine Beweglichkeit erfasst (CMDfact nach AHLERS und JAKSTAT).

    Die digitale Dokumentation der Untersuchungsergebnisse erleichtert die Auswertung und gibt veranschaulicht dem Patienten mit Kurzvideos seinen Befund.
    Ausschnitt aus: Ahlers/Jakstat – CMDfact 3.0 - Diagnosesoftware

    Darüber hinaus werden die Daten zur manuellen Strukturanalyse (CMDmanu nach Ahlers und MSA nach BUMANN) erhoben und Abformungen der Kiefer für Modelle der aktuellen Situation erstellt. In einem Kausimulator werden diese analysiert und mit den Werten der computergestützten Aufzeichnung der Bewegungsmuster des Unterkiefers verglichen. Zur Aufzeichnung der Bewegungsbahnen nutzen wir das computergestützte Registriersystem Arcus Digma 2 der Firma KAVO, welches über Ultraschallimpulse berührungsfrei die Bewegung der Kiefergelenke aufzeichnet. Die Funktionsmuster der Kaumuskulatur werden mittels Elektromyografie (EMG, Fa. Zebris) erfasst.

    Die Elektronische Aufzeichnung der Kieferfunktion (Axiografie) hilft bei der Analyse der Kieferlage und der Bewertung der Bewegungsbahnen des Unterkiefers.
    ArcusDigma 2 am Patienten

    Besonderes Augenmerk wird auf die Kieferlage gelegt.

    Unterschiede zwischen zahngeführter und muskelgeführter Kieferlage können vermessen werden.

    Warum ist die Kieferlage so wichtig?

    • Die Position des Unterkiefers zum Oberkiefer soll symmetrisch, muskelschonend und ausgeglichen sein.
    • Die muskelgeführte Kieferlage soll der zahngeführten Kieferlage entsprechen.
    • Abweichungen hiervon führen zu Störungen der Muskelfunktion, Fehlpositionierungen des Kiefergelenks, übermäßiger Belastung der Gelenkstrukturen und in manchen Fällen auch zu unerwünschten Fernwirkungen.
    Die Aufbißschiene für den Oberkiefer wird nur nachts getragen.
    Aufbißschiene, hier im Oberkiefer
  4. Nach Sichtung aller Befunde erfolgt ein Beratungsgespräch mit dem Patienten. Aus der Summe seiner Wünsche und den gegebenen Möglichkeiten entsteht ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept.

    Oft reichen einfache Therapiemittel (siehe Foto, Aufbißschiene für die Nacht) und Verhaltenshinweise aus. In manchen Fällen ist aber ein Ausgleich der Kieferfunktion notwendig (s.u).

  5. Auch andere medizinische Fachrichtungen müssen je nach Befundkonstellation im Rahmen einer multimodalen Untersuchung und Therapie im Netzwerk spezielle zahnärztliche Schmerztherapie herangezogen werden müssen.

  6. In komplexen Fällen schließt sich folgendes Vorgehen an:

  7. Wenn die Kieferlage geändert werden muß um das Beschwerdebild zu lindern, so erhält der Patient für mindestens drei Monate die Gelegenheit, diese auf ihre Wirksamkeit hin zu testen. Begleitend unterstützt der Physiotherapeut oder Osteopath den muskulären Ausgleich. Erst nach erfolgreichem Test planen wir die definitive Therapie zur dauerhaften Sicherung einer gesunden Kieferfunktion. Der passiven Physiotherapie schließt sich ein balanceerhaltendes Trainingsprogramm unter Anleitung des Physiotherapeuten an. Dies können Heimübungen sein oder gezieltes Koordinationstraining im Institut für Physiotherapie.

  8. Durch Keramikauflagen und / oder Kieferorthopädie werden die Zähne so einander angepasst, dass ein störungsfreier Biß resultiert und die Bewegungen des Unterkiefers maximal gelenkschonend erfolgen. Zum Schutz aller beteiligten Gewebe wird eine Schutzschiene zum nächtlichen Tragen eingegliedert.

    Keramikauflagen können zum Ausgleich der Kieferlage erforderlich sein.
    Seitenzähne nach Ausgleich der Kieferlage mit Keramikauflagen
  9. Eine halbjährliche Nachsorge schließt die Behandlung ab.

 

Ihr Team von Elephant 5

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