Apnoe / Für HNO Ärzte, Internisten, Schlafmediziner

Die Behandlung von schlafbezogenen Atmungs- und/bzw. Bewegungsstörungen führt zu einer Verbindung von medizinischen und zahnmedizinischen Therapieansätzen.

Bei schlafbezogenen Atmungsstörungen kann die Anfertigung einer passgenauen Protrusionsschiene(PS) bei geringer bzw. mittlerer OSA die Sauerstoffversorgung des Organismus ohne CPAP verbessert werden. Das Schnarchen und die Apnoe in Folge kann reduziert oder ganz verhindert werden.

Hierbei wird nach Vermessung des Kiefergelenkes und Festlegung der benötigten Protrusion des Unterkiefers durch den spezialisierten Zahnarzt und der Präzisionsabformung beider Kiefer eine individuelle PS für den Patienten im zahntechnischen Labor gefertigt. Voraussetzung dafür sind natürliche Zähne bzw. festsitzender Zahnersatz, um die Schiene im Mund stabilisieren zu können. Bei Teilprothesen Trägern ist die Therapie nur in besonderen Fällen möglich. Für Patienten mit Vollprothesen eignet sich diese Therapieform nicht. Hier kann jedoch eine Implantatbehandlung die nötigen Voraussetzungen im Mund schaffen und die CPAP vermeiden.

Limitierender Faktor für den Erfolg der Therapie mit PS ist die Beweglichkeit des Kiefergelenkes und die Tension der Kaumuskulatur. Die Vorverlagerung des Unterkiefer muss zum einen weitgenug sein um ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten, darf aber zum anderen nicht zu Schmerzen im Kiefergelenk oder der Kaumuskulatur führen. Physiotherapie kann hier für die Patienten unterstützend notwendig werden, um die Verspannung zu lockern.

Nach der Diagnose durch den überweisenden Fachkollegen benötigen wir zwei Termine im Abstand von ca. 8-10 Tagen zur Vermessung ,zur Abformung der Kiefer, der individuellen Herstellung im zahntechnischen Labor und der Eingliederung der PS. Der Patient soll sich dann 3-4 Wochen später beim Überweiser erneut zur Kontrolle vorstellen. Ein eventuell notwendiger zahnärztlicher Nachsorgetermin, um Passungskorrekturen durchzuführen, kann kurzfristig vergeben werden.

Bei schlafbezogenen Bewegungsstörungen führt die zahnärztliche Behandlung bei Bruxismus durch den Einsatz einer Relaxierungsschiene zur Entspannung von Muskulatur und Entlastung der Kiefergelenke. Ein erholsamerer Schlaf und weniger Verspannungszustände, die zum Kopfschmerz oder einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) führen können.

Nach Überweisung durch einen Fachkollegen, werden nach Befunderhebung und Diagnostik bei uns, die notwendige Relaxierungsschiene im zahntechnischen Labor angefertigt. Mit entsprechenden Nachkontrollen benötigen wir einen Behandlungszeitraum von 4-6 Wochen. Unter Umständen muss ein spezialisierter Physiotherapeut hinzugezogen werden, der die Entspannung der Muskulatur unterstützt.

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen

Dr. Thomas Zartmann, MSc
Mitglied der DGZS

Zum Überweisungsformular (Download PDF)

Jetzt Termin vereinbaren Jetzt Termin vereinbaren
Howdy,
Buy Premium Version to add more powerful tools to this place. https://wpclever.net/downloads/wp-admin-smart-search